Viskose waschen: So pflegst du das empfindliche Material richtig
Viskose fühlt sich herrlich weich und leicht auf der Haut an, reagiert beim Waschen aber empfindlicher als viele andere Stoffe. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Viskose richtig waschen und pflegen kannst und welche Fehler du vermeiden solltest, damit das Material lange schön bleibt.
von CALIDA
28. Oktober 2026•3 Min. Lesezeit

Schonend reinigen und die Fasern schützen: Tipps zum Viskose waschen.
Inhaltsverzeichnis
Die Besonderheiten von Viskose & was sie so empfindlich macht
Viskose richtig waschen: Schritt für Schritt
• Schritt 1: Zuerst das Pflegeetikett prüfen
• Schritt 2: Die richtige Temperatur wählen
• Schritt 3: Schonwaschgang und sanftes Schleudern
Das richtige Waschmittel für Viskose
• Darf man Viskose mit Weichspüler waschen?
Das Wichtigste in Kürze
Wasche Viskose bei maximal 30 °C im Schonwaschgang mit einem Feinwaschmittel. Nur wenn das Pflegeetikett es erlaubt, sind auch höhere Temperaturen möglich.
Viskose kann einlaufen. Hohe Waschtemperaturen, starkes Schleudern und eine Trocknung im Trockner sind dabei die häufigsten Ursachen.
Trockne Viskose am besten an der Luft und bügle sie bei Bedarf auf links und leicht feucht, um Falten im Stoff leichter zu entfernen.
Die Besonderheiten von Viskose & was sie so empfindlich macht
Viskose ist durch ihre aufwendige, chemische Verarbeitung zwar keine klassische Pflanzenfaser, wird aber dennoch aus Zellulose hergestellt – dem Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände. Bei Viskose wird dabei meist das Holz von Buchen, Eukalyptus oder Bambus genutzt.
Durch verschiedene chemische Hilfsstoffe wird aus dem Holz dann eine spinnbare Masse, die der Viskose am Ende ihre typische Weichheit, den fliessenden Fall und eine Glätte verleiht, die sich auf der Haut sehr angenehm anfühlt. Die chemischen Stoffe bleiben dabei nicht im Material zurück.
Der Nachteil an Viskose ist, dass die Faser im nassen Zustand deutlich weniger belastbar ist. So nimmt der Stoff viel Feuchtigkeit auf, quillt auf und verliert dann an Reissfestigkeit. Bei hohen Temperaturen oder starkem Schleudern kann sich ihre Struktur deshalb leicht verändern.
Viskose richtig waschen: Schritt für Schritt
Viskose ist ein recht empfindliches Material und möchte daher sanft behandelt werden. Wer dies beim Waschen berücksichtigt, kann das schöne, atmungsaktive Hautgefühl über viele Jahre erhalten.
Schritt 1: Zuerst das Pflegeetikett prüfen
Der wichtigste Schritt kommt vor dem Waschen. So verrät ein Blick aufs Pflegeetikett die höchstmögliche Waschtemperatur, ob dein Kleidungsstück pflegeleicht in der Maschine oder nur von Hand gewaschen werden darf. Zudem kannst du herausfinden, ob und auf welcher Stufe die Viskose gebügelt werden sollte.
Schritt 2: Die richtige Temperatur wählen
Die passende Waschtemperatur ist bei Viskose entscheidend. Als sichere Empfehlung gilt dabei eine Niedrigtemperatur von 30 °C, denn kühles Wasser schont die Fasern am besten. Ob man Viskose auch bei 40 °C oder mehr waschen darf, ist individuell. Wähle diese Temperatur daher nur, wenn das Pflegeetikett es ausdrücklich erlaubt – so kannst du ein Einlaufen vermeiden.
Schritt 3: Schonwaschgang und sanftes Schleudern
Wähle bei Viskose immer den Schonwaschgang oder ein spezielles Feinwäsche-Programm. Da diese Programme mit weniger Bewegung arbeiten, sind sie besonders faserschonend. Auch beim Schleudern gilt: weniger ist mehr. So verhindert eine niedrige Umdrehungszahl unnötige Faserdehnung und hält das Gewebe in Form.
Das richtige Waschmittel für Viskose
Um Viskose zu reinigen, benötigst du kein spezielles Viskose-Waschmittel, sondern greifst am besten zu einem milden Feinwaschmittel. Waschmittel mit aggressiven Enzymen oder Bleichmitteln können die Faserstruktur wiederum schwächen – ein mildes, enzymfreies Feinwaschmittel ist daher die sicherste Wahl. So reinigst du Viskose zuverlässig und bewahrst die natürliche Sanftheit und Glattheit des Materials.
Darf man Viskose mit Weichspüler waschen?
Auch beim Thema Weichspüler gilt Zurückhaltung, da dieser sich auf die Fasern legen und den fliessenden Charakter und die Atmungsaktivität des Textils beeinträchtigen kann. Das Gute: Viskose ist ohnehin geschmeidig und benötigt daher meist auch gar keinen Weichspüler.
Viskose richtig trocknen und bügeln: So funktioniert’s!
Wie bereits erwähnt, solltest du bei Viskose besser die Finger vom Trockner lassen, da die Kombination aus Hitze und Bewegung das Material stark beansprucht. Setze stattdessen aufs Lufttrocknen. Besonders empfindliche Stücke kannst du dabei flach auf ein Handtuch legen und vorsichtig in Form ziehen.
Und wie sieht es mit Bügeln aus? Das ist grundsätzlich erlaubt, sollte aber auch schonend erfolgen. Bügle Viskose daher auf links, bei niedriger Stufe und am besten leicht feucht, damit die Oberfläche glatt und gepflegt aussieht. Ist das Bügeln laut Pflegeetikett nicht erlaubt, kannst du dein Kleidungsstück auch bei niedriger Temperatur von links steamen.
Wer seine Textilien so sorgsam behandelt, hat lange Freude an seinen weichen Lieblingsstücken – egal, ob Unterwäsche oder Loungewear.
Fazit
Viskose ist ein wunderbar weiches Material mit natürlichem Ursprung, das mit der richtigen Pflege lange schön bleibt. Wasche Kleidungsstücke aus Viskose hierfür am besten bei 30 °C im Schonwaschgang, nutze ein mildes Feinwaschmittel und verzichte auf Weichspüler, Bleichmittel und den Trockner. So begleiten dich deine Lieblingsstücke aus Viskose über viele Jahre.
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