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Mit Kontaktlinsen schlafen: Auswirkungen & was du wissen musst

Du bist abends auf dem Sofa eingenickt und merkst erst Stunden später, dass du deine Linsen noch im Auge hast? Wir erklären dir, was beim Schlafen mit Kontaktlinsen im Auge passiert, welche Risiken bestehen und welche Alternativen wirklich sinnvoll sind.

von CALIDA

26. August 20264 Min. Lesezeit

Nahaufnahme eines weiblichen Auges mit blau‑grauer Iris; feine Hautdetails sichtbar, Frau trägt Kontaktlinsen

Mit Kontaktlinsen schlafen kann die Augen belasten und macht eine achtsame Pflegeroutine wichtig.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Schlafen mit Kontaktlinsen wird die Sauerstoffversorgung der Hornhaut stark eingeschränkt. Das begünstigt Trockenheit, Reizungen und langfristig auch ernstere Schäden.

  • Das grösste Risiko ist das erhöhte Infektionsrisiko. Bakterien vermehren sich unter der Linse leichter und können zu Entzündungen der Hornhaut führen.

  • Wer regelmässig ohne Linsen ins Bett geht, schützt seine Augengesundheit am besten. Nachtlinsen oder die Brille als Backup sind sinnvolle Alternativen.

Was passiert im Auge, wenn man mit Kontaktlinsen schläft?

Deine Augen brauchen Sauerstoff – und zwar rund um die Uhr. Tagsüber gelangt dieser Sauerstoff über den Tränenfilm und die Luft direkt an die Hornhaut. Sobald du die Augen schliesst, wird die Sauerstoffversorgung jedoch reduziert. Mit Kontaktlinsen können sich dann neben der typischen Trockenheit auch leichter Bakterien bilden. Hier die häufigsten Symptome nach dem Schlafen mit Kontaktlinsen.

Trockenheit, Augenreizung & Rötung

Wenn die Augen in der Nacht geschlossen sind, bekommt die Hornhaut weniger Sauerstoff. Liegt nun zusätzlich eine Kontaktlinse auf dem Auge, verschärft sich dieser Effekt deutlich. Gleichzeitig bildet sich der Tränenfilm bei geschlossenen Augen nicht so gut nach. So trocknet die Linse aus und saugt sich förmlich an der Hornhaut fest.

Am Morgen nach dem Aufwachen fühlen sich die Augen deshalb oft trocken und gereizt an. Typische Anzeichen sind sichtbare Rötungen, ein Fremdkörpergefühl und ein leichtes Brennen. Meist legt sich diese Augenreizung wieder, sobald die Linse entfernt ist, das Auge zur Ruhe kommt und die Tränenflüssigkeit sich nachgebildet hat.

Infektionsrisiko & Entzündungen durch Bakterien

Das grösste Problem beim Vergessen von Kontaktlinsen ist das erhöhte Infektionsrisiko. Durch die Wärme unter den geschlossenen Augenlidern können sich Bakterien ungestört unter der Linse vermehren. Gleichzeitig fehlt es auch hier an Tränenflüssigkeit, um diese Bakterien auszuspülen. Gelangen diese Keime in kleine Verletzungen der Hornhaut, kann eine Entzündung entstehen. Solche Hornhautentzündungen sind unangenehm und gehören immer in fachkundige Hände.

Hornhautschäden & mögliche Sehstörungen

Bei häufigem oder dauerhaftem Schlafen mit Linsen drohen langfristig Hornhautschäden, die unter Umständen nur schwer rückgängig zu machen oder zu behandeln sind. Die unterversorgte Hornhaut kann sich dabei in ihrer Form und Struktur verändern, was in seltenen Fällen zu Sehstörungen oder zu einer Verschlechterung der Sehleistung führen kann. Da die Augen sehr empfindlich sind, ist hier also in jedem Fall Vorsicht geboten – deine Augengesundheit ist zu wertvoll, um sie leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

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Mit Kontaktlinsen eingeschlafen: Was tun, um das Auge zu entlasten?

Du bist mit Kontaktlinsen eingeschlafen? Kein Grund zur Panik. Mit etwas Ruhe und Sorgfalt kannst du die Linse entfernen und dein Auge pflegen, um Reizungen abklingen zu lassen. Versuche die Linse hierbei auf keinen Fall trocken aus den Augen zu nehmen, da du leicht die Hornhaut verletzen kannst. Stattdessen solltest du 20 bis 30 Minuten warten, bis das Auge ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet hat.

Bleibt das Auge trocken, verklebt und gereizt, kannst du es auch mit ein paar Tropfen Kochsalzlösung oder Nachbenetzungstropfen befeuchten, um das Herausnehmen zu erleichtern. Warte nun einen Moment, bewege das Auge sanft hin und her und entferne die Kontaktlinse erst, wenn sie sich wieder frei verschieben lässt. Gönne deinen Augen danach am besten einen linsenfreien Tag mit Brille.

Solltest du anhaltende Rötung, Schmerzen, eine starke Lichtempfindlichkeit oder andere Sehstörungen bemerken, suche bitte zeitnah eine Augenarztpraxis auf. Diese Beschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Mittagsschlaf & Nickerchen mit Kontaktlinsen: erlaubt oder riskant?

Viele fragen sich, ob ein kurzes Nickerchen mit Kontaktlinsen wirklich so schlimm ist. Grundsätzlich gilt: Auch beim Mittagsschlaf mit Kontaktlinsen ist die Sauerstoffversorgung reduziert. Ein zwanzigminütiger Power-Nap ist dabei natürlich weniger kritisch als eine ganze Nacht. Dennoch ist es kein Freifahrtschein, denn auch in dieser kurzen Zeit kann Trockenheit entstehen.

Unser Tipp: Wenn du weisst, dass du dich hinlegst, nimm die Linsen vorher heraus. So bleibst du beim Kontaktlinsentragen auf der sicheren Seite und vermeidest unnötige Reizungen.

Sinnvolle Alternativen für ruhige Nächte: Dauertragelinsen & Nachtlinsen

Zum Glück gibt es mehrere Wege, um die Risiken durch das nächtliche Tragen von Kontaktlinsen zu umgehen und trotzdem flexibel zu bleiben. Am sichersten ist es dabei natürlich, die Linsen konsequent vor dem Zubettgehen zu entfernen.  Tageslinsen kannst du einfach am Abend entsorgen, um morgens mit einem frischen Paar zu starten. Solltest du in der Nacht dennoch einmal auf die Toilette müssen, bleibt natürlich immer die Brille als Backup.

Neben Tageslinsen gibt es zudem spezielle Linsen für das Dauertragen, die sogar für mehrere Nächte zugelassen sind. Diese solltest du jedoch ausschliesslich nach augenärztlicher Rücksprache verwenden, da sie nicht für jedes Auge geeignet sind.  

Übrigens: Es gibt auch Nachtlinsen, die jedoch einen anderen Zweck erfüllen. So werden diese Linsen nachts getragen, um die Hornhaut umzuformen und tagsüber linsenfreies Sehen zu ermöglichen.

Tragezeit & Hygiene: Worauf du beim Kontaktlinsentragen achten solltest

Damit deine Augen langfristig gesund bleiben, spielen Tragezeit und Hygiene eine zentrale Rolle. Wie viele Stunden am Tag du Kontaktlinsen tragen darfst, hängt dabei vom Linsentyp und deinen Augen ab. Als Orientierung gelten oft acht bis zwölf Stunden, die genaue Tragezeit stimmst du aber am besten mit deinem Augenarzt oder deiner Augenärztin ab.

Bei der Linsenpflege gilt: Reinige und lagere wiederverwendbare Linsen immer in frischer Kontaktlinsenlösung, niemals in Wasser. Wasche dir vor jedem Einsetzen die Hände und tausche dein Linsenbehältnis regelmässig aus.

Zudem gilt: Nicht mit Linsen duschen oder schwimmen, sie nicht über die empfohlene Zeit hinaus tragen und eben nicht damit schlafen. Eine feste Schlafroutine hilft dir, dich an das Entfernen der Linsen zu erinnern. Wenn du am Abend bewusst herunterfährst und in bequeme, atmungsaktive Nachtwäsche schlüpfst, erinnerst du dich automatisch daran, dass es Zeit ist, deine Linsen herauszunehmen.

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Fazit

Mit Kontaktlinsen zu schlafen, belastet deine Augen, da die Hornhaut zu wenig Sauerstoff bekommt und Bakterien sich leichter vermehren. Trockenheit, Reizungen und ein erhöhtes Infektionsrisiko sind dabei die häufigsten Folgen – im schlimmsten Fall drohen Hornhautschäden.

Eine einzelne Nacht oder ein kurzes Nickerchen sind meist zwar kein Drama, sollten aber die Ausnahme bleiben. Bist du doch einmal mit Linsen eingeschlafen, befeuchte das Auge, entferne die Linse vorsichtig und beobachte, ob Beschwerden auftreten. Ist das der Fall, ist eine Augenarztpraxis die richtige Adresse.

Am sichersten fährst du, wenn du Linsen vor dem Schlafen entfernst und in dieser Zeit die Brille nutzt. So schützt du deine Augengesundheit und kommst entspannt durch die Nacht. Höchsten Komfort bietet dabei die DEEPSLEEPWEAR-Kollektion von CALIDA.

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