Kleidung pflegen & aufbewahren: Der grosse Guide für strapazierfähige Textilien
Damit sie lange Freude bereitet, verdient Kleidung die passende Pflege. Wir verraten dir, wie du beim Waschen, Trocknen und Aufbewahren alles richtig machst und deine Lieblingsstücke möglichst lange in Form hältst.
von CALIDA
6. Mai 2026•7 Min. Lesezeit

Kleidung richtig zu pflegen und aufzubewahren erhält Materialien, schont Ressourcen und verlängert die Lebensdauer.
Inhaltsverzeichnis
Warum die richtige Pflege von Kleidung so wichtig ist
Pflegeetiketten richtig lesen: Das bedeuten die Symbole
Waschen nach Material: So pflegst du Baumwolle, Seide, TENCEL™ & Co. richtig
• Baumwolle: Pflege für einen vielseitigen Stoff
• Wolle: Schonend waschen, um die Form zu erhalten
• Seide: Dieses Material braucht besondere Sorgfalt
• TENCEL™: Pflegeleicht und angenehm zu tragen
• Synthetische Stoffe: Elasthan, Polyester & Co. richtig pflegen
Wäsche richtig trocknen: Was du unbedingt beachten solltest
So wählst du die richtige Temperatur beim Bügeln
Kleidung schonend aufbewahren: So schaffst du Ordnung in der Garderobe
• Frische, trockene Luft gegen unangenehme Gerüche, Motten & Schimmel
• Kleidung richtig einlagern: Besondere Vorsicht bei Wolle
• Sortieren nach Materialien: So schützt du empfindliche Stücke
Das Wichtigste in Kürze
Die Pflegeetiketten verraten alles Wichtige über Waschtemperatur, Programm und Trocknung.
Materialien wie Wolle und Seide solltest du bei Unsicherheiten besser per Hand waschen. Baumwolle, TENCEL™ und synthetische Stoffe können je nach Pflegeetikett meist bei 40 °C gewaschen werden.
Das Trocknen, Bügeln und Aufbewahren von Kleidung wird oft unterschätzt. Dennoch ist es wichtig, um die Form und Eigenschaften der Textilien möglichst lange zu erhalten.
Warum die richtige Pflege von Kleidung so wichtig ist
Wer in hochwertige Kleidung investiert, möchte, dass diese lange schön bleibt. Passt man beim Waschen und Aufbewahren jedoch nicht auf, können selbst hochwertige Stücke mit der Zeit ihre Form verlieren, verblassen, ausleiern oder aufrauen. Die Pflege von Kleidung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil eines bewussten Umgangs mit Textilien.
Besonders bei Materialien wie Baumwolle, Wolle oder Seide macht die richtige Pflege einen grossen Unterschied. So kann dein Lieblingspyjama mit dem richtigen Umgang auch nach vielen Wäschen seine weiche Haptik und Farbwirkung möglichst lange behalten.
Hinzu kommt: Wer seine Textilien entsprechend den Pflegehinweisen wäscht und pflegt, kann unnötige Waschgänge vermeiden. Das kann Wasser, Energie und Waschmittel sparen. Dabei ist die richtige Kleidungspflege nicht aufwendig; sie braucht nur etwas Aufmerksamkeit.
Pflegeetiketten richtig lesen: Das bedeuten die Symbole
Bevor du ein Kleidungsstück zum ersten Mal wäschst, lohnt sich ein Blick auf das Etikett. Dort befinden sich genormte Pflegesymbole, die dir zeigen, wie ein Stück gewaschen und gepflegt werden sollte. Die Symbole lassen sich dabei in fünf Kategorien einteilen:
Die Wanne zeigt die maximale Waschtemperatur und das geeignete Waschprogramm an. Ein Strich unter der Wanne bedeutet „Schonwaschgang“, die Hand in der Wanne steht für „Handwäsche“.
Das Quadrat mit Kreis ist das Trockner-Symbol. Ist dieses durchkreuzt, sollte das Stück nicht in den Trockner. Ein Punkt bedeutet, dass du eine niedrigere Temperatur wählen solltest.
Ein Dreieck gibt Auskunft über das Bleichen. Ist es durchgestrichen, bedeutet das: Finger weg vom Bleichmittel.
Das Bügeleisen-Symbol zeigt die maximale Bügeltemperatur. Auch hier weist die Anzahl der Punkte auf die Temperatur hin (je mehr, desto wärmer darf gebügelt werden).
Das Kreis-Symbol weist auf eine mögliche chemische Reinigung hin. Die Buchstaben „P“ und „F“ stehen für die Trockenreinigung, „W“ für die Nassreinigung.
Ein praktischer Tipp: Schneide das Etikett nicht sofort heraus, wenn es kratzt. Stattdessen solltest du es zuvor abfotografieren oder vorsichtig wenden und feststecken. Die Informationen auf dem Etikett sind hilfreich, um das Kleidungsstück entsprechend seiner Pflegehinweise zu behandeln.
Waschen nach Material: So pflegst du Baumwolle, Seide, TENCEL™ & Co. richtig
Da jedes Material anders auf Wasser, Temperatur und Waschmittel reagiert, verträgt nicht jedes Kleidungsstück dasselbe Waschprogramm. Hier erfährst du, worauf du bei den gängigsten Textilien achten solltest.
Baumwolle: Pflege für einen vielseitigen Stoff
Baumwolle gilt als eines der pflegeleichtesten Materialien. Sie verträgt je nach Verarbeitung höhere Temperaturen und lässt sich in der Regel problemlos in der Waschmaschine waschen. Trotzdem gibt es ein paar Punkte zu beachten:
Wasche helle und dunkle Farben stets getrennt, um ein Abfärben zu vermeiden.
Wähle für Loungewear und Nachtwäsche aus Baumwolle ein Programm bei 30 bis 40 °C, um die Textilien entsprechend ihrer Pflegehinweise zu behandeln.
Stark verschmutzte Stücke oder Unterwäsche können je nach Pflegeetikett auch bei 60 °C gewaschen werden.
Tipp: Ein mildes Waschmittel eignet sich für die Pflege von Baumwolle. Verzichte auf Weichspüler, da er die Saugfähigkeit des Materials beeinflussen kann. Vor allem Jeans sollten entsprechend ihrer Pflegehinweise behandelt werden, damit ihre Optik möglichst lange erhalten bleibt.
Wolle: Schonend waschen, um die Form zu erhalten
Wolle ist anspruchsvoller als Baumwolle und reagiert empfindlich auf bestimmte Pflegebedingungen. Richtig gepflegt kann ein Wollstück seine Form und Eigenschaften möglichst lange behalten. Hier einige Tipps:
Die grösste Gefahr für Wolle ist Hitze. Sie kann dazu führen, dass Wolle verfilzt oder das Kleidungsstück einläuft.
Fein gestrickte oder besonders empfindliche Wollstücke sollten bei entsprechender Pflegeempfehlung per Hand und mit einem speziellen Wollwaschmittel gewaschen werden.
Wer die Maschine nutzt, sollte ausschliesslich das Wollwaschprogramm bei maximal 30 °C und 600 U/min. wählen, sofern das Pflegeetikett dies zulässt.
Zum Trocknen legst du Wollteile am besten flach auf ein trockenes Handtuch. So kann die Form besser erhalten bleiben. Auswringen solltest du Wolle hingegen nie!
Tipp: Für die Pflege von Wolle kannst du ein geeignetes Wollwaschmittel verwenden. Beachte dabei stets die Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts und die Pflegehinweise des Kleidungsstücks.
Seide: Dieses Material braucht besondere Sorgfalt
Seide reagiert empfindlich auf Reibung, Hitze und bestimmte Waschmittel. Eine schonende Handwäsche kann für Kleidungsstücke aus Seide daher geeignet sein. So gehst du dabei vor:
Fülle das Waschbecken mit kaltem Wasser und gib ein paar Tropfen Feinwaschmittel hinzu.
Bewege das Kleidungsstück für einige Minuten sanft im Wasser. Nicht reiben, nicht schrubben.
Gib Seide nicht in den Trockner und lass sie auch nicht direkt in der Sonne trocknen.
Zum Bügeln wählst du die niedrigste Temperaturstufe und bügelst das Stück auf links gedreht, am besten noch leicht feucht.
Genauso wie bei Baumwolle und Wolle solltest du Weichspüler auch bei Seide meiden. Er kann die Eigenschaften des Materials beeinflussen.
TENCEL™: Pflegeleicht und angenehm zu tragen
TENCEL™ ist eine moderne Faser aus Holzzellulose, die unter anderem für ihre weiche Haptik und ihre atmungsaktiven Eigenschaften bekannt ist. Viele CALIDA-Produkte setzen auf dieses Material, weil es sich angenehm glatt und fliessend anfühlen kann. TENCEL™ lässt sich bei entsprechender Pflege vergleichsweise unkompliziert behandeln und kann je nach Produkt schnell trocknen.
Kleidung aus TENCEL™ kannst du entsprechend dem Pflegeetikett bei 30 bis 40 °C waschen. Ob ein Kleidungsstück in den Trockner darf, hängt ebenfalls von den Pflegehinweisen ab. Wenn Trocknen an der Luft empfohlen wird, kannst du deine Kleidungsstücke entsprechend aufhängen oder auslegen. Bügeln ist bei niedrigen Temperaturen möglich, sofern das Pflegeetikett dies erlaubt.
Synthetische Stoffe: Elasthan, Polyester & Co. richtig pflegen
Synthetische Fasern wie Polyester, Polyamid oder Elasthan haben je nach Material und Verarbeitung unterschiedliche Eigenschaften. Bei der Pflege sind sie häufig unkompliziert, trotzdem gibt es ein paar Punkte, die du beachten solltest:
Synthetische Stoffe kannst du je nach Pflegeetikett meist bei 40 °C waschen. Drehe sie vor dem Waschen auf links, damit die Reibung an der Aussenseite reduziert wird.
Synthetische Fasern benötigen je nach Verschmutzung oft weniger Waschmittel.
Verzichte auf Weichspüler, da sich Rückstände auf den Fasern ablagern und deren Eigenschaften beeinflussen können.
Beim Trocknen gilt: Polyester und Polyamid können je nach Pflegeetikett bei niedriger Temperatur in den Trockner. Kleidung mit hohem Elasthan-Anteil sollte entsprechend den Pflegehinweisen behandelt werden, da hohe Temperaturen die Form beeinflussen können.
Wäsche richtig trocknen: Was du unbedingt beachten solltest
Viele Kleidungsstücke überstehen die Reinigung in der Waschmaschine problemlos, können aber beim Trocknen ihre Form verändern. Die einfachste Methode, um herauszufinden, ob Kleidung in den Trockner darf, ist ein Blick aufs Etikett. Ein Quadrat mit einem Kreuz bedeutet: Kein Trockner.
Grundsätzlich gilt: Ob Wolle, Seide und TENCEL™ an der Luft trocknen sollten, verrät dir das Pflegeetikett. Baumwolle und synthetische Fasern können je nach Produkt für den Trockner geeignet sein. Eine niedrige Temperatur kann dabei helfen, Verformungen zu reduzieren.
Wer Kleidung hängend trocknet, sollte schwere Oberteile nicht auf schmale Bügel hängen – das kann die Schulterpartie verformen. Lege deine Wäsche stattdessen lieber flach auf einem Wäscheständer aus, wenn dies für das jeweilige Material geeignet ist. Vermeide es auch, Wäsche dicht gedrängt aufzuhängen, damit die Luft besser zirkulieren kann und die Wäsche gleichmässiger trocknet.
So wählst du die richtige Temperatur beim Bügeln
Beim Bügeln gilt die Faustregel: Je empfindlicher das Material, desto niedriger die Temperatur. Während robuste Baumwollstücke etwas mehr Hitze vertragen, sollten Seide und TENCEL™ entsprechend ihrer Pflegehinweise auf niedriger Stufe und bei Bedarf mit einem Tuch dazwischen gebügelt werden.
Synthetische Materialien sollten ebenfalls auf niedriger Stufe oder gar nicht gebügelt werden, da hohe Temperaturen die Fasern beschädigen und ihre Eigenschaften verändern können.
Kleidung schonend aufbewahren: So schaffst du Ordnung in der Garderobe
Auch die Aufbewahrung spielt eine grosse Rolle für den Erhalt deiner Kleidung. Denn wer Textilien falsch lagert, riskiert Verformungen, Mottenschäden und unangenehme Gerüche – selbst bei frisch gewaschenen Stücken.
Frische, trockene Luft gegen unangenehme Gerüche, Motten & Schimmel
Der erste und wichtigste Punkt: Kleidung sollte Platz haben. Zu wenig Abstand zwischen den einzelnen Kleidungsstücken sorgt nicht nur für Falten, sondern schränkt auch die Luftzirkulation ein. Das wiederum kann Feuchtigkeit begünstigen, die zu unangenehmen Gerüchen oder unter ungünstigen Bedingungen auch zu Schimmel führen kann.
Gönne deinen Kleidungsstücken also etwas Raum, damit sie ihre Form möglichst gut behalten können. Achte dabei generell auf ein trockenes Klima und frische Luft im Kleiderschrank. Öffne den Schrank hierfür regelmässig und lüfte das Zimmer mehrmals täglich.
Kleidung richtig einlagern: Besondere Vorsicht bei Wolle
Wolle und andere Materialien werden oft saisonal eingelagert. Davor solltest du die Stücke entsprechend den Pflegehinweisen reinigen und vollständig trocknen lassen. So können Verschmutzungen und Feuchtigkeit vermieden werden.
Lavendelbeutel oder Zedernholz werden häufig zur Aufbewahrung von Kleidung verwendet und können dabei helfen, Kleidermotten fernzuhalten.
Empfindliche Stücke lagerst du dabei am besten in atmungsaktiven Kleidersäcken, die vor Staub schützen, ohne Feuchtigkeit einzuschliessen. So lassen sich unangenehme Gerüche und Feuchtigkeitsansammlungen reduzieren.
Sortieren nach Materialien: So schützt du empfindliche Stücke
Das Sortieren nach Materialien erleichtert nicht nur den Überblick, sondern kann auch dabei helfen, dass empfindlichere Kleidung nicht durch festere Stücke beschädigt wird. Für feine Blusen oder Seidennachthemden lohnt es sich besonders, auf die richtige Lagerung zu achten: Diese sollten entweder locker gefaltet oder auf weichen, breiten Bügeln aufgehängt werden. Schmale Drahtbügel hingegen können Abdrücke hinterlassen und die Schulterpartie verziehen.
Fazit: Weniger ist bei der Wäschepflege oft mehr
Wer seine Kleidung richtig pflegt, kann ihre Eigenschaften und Form möglichst lange erhalten. Dabei braucht es nur etwas Wissen über das richtige Waschen, Trocknen, Bügeln und Aufbewahren, um Textilien entsprechend ihrer Pflegehinweise zu behandeln – ganz gleich, ob es sich um Baumwollunterwäsche, einen Seidenpyjama oder eine Strickjacke aus Wolle handelt.
Ein Blick auf das Pflegeetikett verrät dabei alles über das richtige Waschprogramm und den Umgang mit empfindlichen Materialien. Dabei ist weniger oft mehr: Niedrigere Wasch- und Bügeltemperaturen, der Verzicht auf aggressive Pflegemittel sowie ein geräumiger Schrank, der Luftzirkulation ermöglicht, können bereits einen Unterschied machen.
Die Loungewear von CALIDA umfasst verschiedene Materialien und Konstruktionen – egal, ob du dich für Baumwolle, TENCEL™, Wolle oder Seide entscheidest. Wenn du deine Kleidung schonend wäschst, sachgemäss trocknest und richtig aufbewahrst, kannst du dazu beitragen, dass deine Lieblingsstücke ihre Eigenschaften und Passform möglichst lange behalten.
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