Zurück zu Salute/Selfcare

Schlafen neben einer Steckdose: Beeinflussen Stromquellen die Schlafqualität?

Bei vielen Menschen steht das Bett direkt neben einer Steckdose – sei es, um nachts das Handy aufzuladen, eine Lampe zu nutzen oder den Radiowecker zu betreiben. Dabei taucht immer wieder eine Frage auf: Ist es eigentlich ungesund, neben einer Steckdose zu schlafen? Könnte Elektrosmog den Schlaf beeinflussen oder sogar der Gesundheit schaden? Wir klären auf, welche Auswirkungen Stromquellen und elektromagnetische Felder in deinem Schlafzimmer haben können – und wie du dich schützen kannst.

von CALIDA

2. April 2025 • 2 Min. Lesezeit

Nachttisch mit Lampe, Ladegerät in der Steckdose, Metallbecher und Smartphone neben einem Bett mit Kopfkissen.

Ist es schädlich, neben einer Steckdose zu schlafen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Steckdosen selbst erzeugen nur minimale elektromagnetische Felder – erst angeschlossene Geräte sorgen für nennenswerte Strahlung.

  • Elektrosmog im Schlafzimmer entsteht auch durch Handys, Wecker, Ladegeräte oder WLAN-Verbindungen.

  • Wer besonders empfindlich auf elektrische Felder reagiert, sollte Störquellen aus dem Schlafbereich entfernen, um die Schlafqualität zu verbessern.

Strahlung & Elektrosmog: Was ist das eigentlich?

Der Begriff Elektrosmog wird oft mit Hochspannungsleitungen, Handystrahlung oder WLAN in Verbindung gebracht. Doch auch in unserem Zuhause – genauer gesagt in unseren Steckdosen und elektrischen Geräten – entstehen schwache elektromagnetische Felder.

Diese Felder entstehen immer dann, wenn Strom durch ein Kabel fliesst. Je stärker die Spannung und je mehr Geräte in der Nähe sind, desto intensiver ist die elektromagnetische Belastung – erst einmal logisch. Doch ist das wirklich ein Problem für unseren Schlaf?

Bislang gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise, dass Elektrosmog in haushaltsüblichen Dosen die Schlafqualität nachhaltig stört. Dennoch berichten manche Menschen von Schlafproblemen, Kopfschmerzen oder Unruhe – vor allem, wenn viele elektrische Geräte in ihrer Schlafumgebung aktiv sind.

Du schläfst schlecht? Diese Elektrogeräte könnten der Auslöser sein!

Obwohl Steckdosen selbst nur geringe elektrische Felder abgeben, gibt es bestimmte Geräte, die die Strahlenbelastung im Schlafzimmer erhöhen können. Vor allem Kinder reagieren häufig sensibel auf diese typischen Störquellen:

  • Handy am Bett: Besonders wenn es geladen wird, entsteht ein magnetisches Feld. Zudem können WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen zu einer erhöhten Strahlung führen.

  • Radiowecker & digitale Wecker: Vor allem ältere Modelle mit Netzstecker erzeugen durch bestimmte Bauteile oft elektrische Felder.

  • Nachttischlampen mit Netzteil: Smarte Lampen, dimmbare Nachtlichter oder LED-Leuchten können unerwartete Störquellen sein, wenn sie nicht gut abgeschirmt sind.

  • Mehrfachsteckdosen & Verlängerungskabel: Mehrere angeschlossene Geräte in direkter Nähe zum Kopfbereich verstärken schädliche elektromagnetische Felder.

Falls du eine oder mehrere dieser Störquellen in der Nähe deines Bettes platziert hast und nachts schlecht schläfst, könnte es sich lohnen, eine Zeit lang auf diese Geräte zu verzichten. So kannst du beobachten, ob sich dein Schlaf verbessert – deiner Gesundheit schadet es in jedem Fall nicht.

Besser schlafen ohne Elektrosmog: Was Du tun kannst

Falls du Bedenken hast oder deinen Schlafbereich einfach „elektrofreundlicher“ gestalten möchtest, gibt es einige einfache Massnahmen, die du ausprobieren kannst:

  1. Abstand zwischen Bett und Steckdose auf mindestens einen Meter vergrössern

  2. Elektrogeräte nachts ausschalten oder aus dem Raum entfernen

  3. Auf batteriebetriebene Alternativen wie analoge Wecker umsteigen

  4. Steckdosenleisten nicht unter dem Bett platzieren

  5. Flugmodus: WLAN- & Bluetooth-Verbindungen nachts ausschalten

Einige Menschen berichten zudem von einem besseren Schlaf, wenn sie geerdete Bettwäsche nutzen oder Naturmaterialien und Pflanzen in ihrer Schlafumgebung haben. Eindeutig belegt sind diese Massnahmen zwar nicht, aber: Probieren geht über Studieren!

Fazit

Ob die Steckdose an sich wirklich einen negativen Einfluss auf die Schlafqualität hat, ist bislang nicht eindeutig wissenschaftlich geklärt. Dennoch berichten viele Menschen von Unruhe oder Schlafproblemen, wenn viele elektrische Geräte im Schlafzimmer aktiv sind.

Wenn du glaubst, sensibel auf Störquellen wie Handy, Wecker oder LED-Lichter zu reagieren, kannst du ein paar einfache Veränderungen vornehmen, um den Elektrosmog im Schlafzimmer zu reduzieren: Geräte nachts abschalten, Abstand zwischen Bett und Steckdose vergrössern und Strahlungen durch WLAN oder Bluetooth reduzieren. Am besten probierst du selbst aus, ob du mit weniger Technik im Schlafzimmer besser schläfst!


Entdecke weitere Themen aus unserem Blog, die dich interessieren könnten: